
Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts waren beim Businesshemd zwei Formen vorherrschend. Eine war das weiße Herrenhemd für den "Schreibtischtäter". Um die Ellenbogen zu schonen, wurden Schutzmanschetten getragen. Es gab kaum ein Businesshemd, bei dem man keine Manschettenknöpfe brauchte. Die zweite Form waren die karierten Arbeitshemden, die meist mit einem unifarbenen Westover kombiniert wurden. Diese Trageform beim Businesshemd hat gerade eben mit dem Nerdstyle zusammen mit der Hornbrille ein Comeback erlebt.
Heute sind die Manschettenknöpfe beim Businesshemd überflüssig, denn die Hersteller bringen Knopf und Knopfloch am Ärmelbündchen an. Der klassische Manschettenknopf ist weg von der Funktionalität zum schmückenden Objekt geworden. Das Businesshemd von heute präsentiert sich mit Streifen und Karos in Pastellfarben. Auch der schwarze Schlips ist nur dort gefragt, wo ein strenger Dresscode vorgeschrieben ist. Der Geschäftsmann darf auch bei seiner Mode inzwischen Farbe bekennen. Statt des klassischen Nadelstreifenanzugs in s/w kann er auch zum braunen, blauen oder bordeauxfarbenen Anzug greifen, wenn er sich auf den Weg zu einer größeren Besprechung macht.